Spin-off

Geschrieben von GAP am .

Als Ausgründung (= spin-off) bezeichnet man die Gründung eines Unternehmens entweder aus einem bereits bestehenden oder aus einer wissenschaftlichen Einrichtung heraus.

Forschungsergebnisse mit Gewinn vermarkten: Das ist, kurz gefasst, die Idee von Spin-off-Gründungen. Ihren Ursprung haben Spin-offs immer in einer forschenden Muttergesellschaft, die für das Entstehen der Geschäftsidee quasi als Inkubator fungiert. Inkubatoren sind entweder forschungsintensive Unternehmen, Hochschulen oder Forschungseinrichtungen wie die Max-Planck- oder die Fraunhofer Gesellschaft.

Typische Bereiche für Spin-offs sind Forschung und Entwicklung aus Instituten und Großunternehmen, aber auch Dienstleistungen, wie Lagerhaltung, Versand, Wartung, Montage, Marketing, EDV und Zulieferbereiche.

Dabei übernehmen in der Regel Mitarbeiter eines Mutterbetriebes die auszugliedernden Teile in eigener Regie und Verantwortung. Während MBO und MBI eine Übernahme bestehender Strukturen darstellen, ist der Spin-off eine echte Neugründung.
Die Motive für einen Spin-off sind unterschiedlich.
In Universitäten und Forschungsinstituten werden häufig Teams, die eine besondere Technologie entwickelten, zur zügigen Vermarktung ausgegliedert.
Abteilungen sind teilweise nicht ausgelastet und können besser als eigene Wirtschaftseinheit Gewinn erzielen.

Bei einem echten Spin-off besteht meist eine enge Verbindung zur Muttergesellschaft weiter. Hier erfährt der Spin-off Unterstützung, wie günstige Übernahme von Anlage- und Umlaufvermögen (speziell Grundstücksteile und Gebäude), Lizenzen. Bürgschaften, Übernahme des Kundenstammes, Know-how-Transfer.
Der Begriff Outsourcing wird heute teilweise inhaltsgleich verwendet.

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